Rohvegane Brombeer-Kokos-Schnitten für erschöpfte Sammler

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Rohvegane Süßigkeiten sind nicht nur bei uns Zuhause heiß begehrt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn diese Alternativen zu herkömmlichen, industriellen Naschereien sind nicht nur um einiges gesünder sonder auch nährstoffreicher! Wie du dir im Handumdrehen eine schnelle Leckerei aus nur wenigen Zutaten zubereiten kannst und auch noch eine Superfood-Süßigkeit daraus zauberst, erfährst du in diesem Artikel.

Im Zuge unseres Gemeinschaftsprojekts auf Instagram der „BERRYWEEK“, habe ich mir ein leckeres Rezept für dich überlegt, das aus frischen Brombeeren und Kokosraspeln zubereitet wird. Für den kleinen Superfood-Effekt kommen noch frische Brennnenselsamen dazu, die gerade Saison haben.

Brombeeren haben ebenfalls Saison und wer einen Blick in die Natur wirft kann vermuten was für ein wichtiges Nahrungsmittel die Brombeeren schon zu Jäger und Sammlerzeiten für uns waren. Sie wachsen in Hülle und Fülle kostenlos in der Natur. Joah hat die Abläufe mittlerweile schon durchschaut und weiß genau wo er was findet und wann es erntereif ist. Er hat einen richtigen Blick dafür entwickelt und zeigt mir oft schon von weitem, dass da vorne die „Appalalas“ die Beeren und Früchte zu finden sind. Auch beobachtet er schon jetzt die Hagebutten, die immer mehr Farbe bekommen und schon bald wieder probiert werden dürfen. Unterwegs sammeln und naschen wir also was das Zeug hält und schlagen uns aktuell die Bäuche mit frischen Brombeeren voll. Unsere Beschaffungsmaßnahmen für solche Brombeer-Kokos-Schnitten wie in dem Rezept hier sind daher nicht immer ganz einfach, denn viel bringen wir in der Regel nicht gerade nach Hause. Wenn wir uns aber ganz besonders anstrengen, bleibt schon mal ein Tütchen übrig. Wir müssen nur schnell genug sammeln und Joah sich seine Beeren einfach selber pflücken lassen. Das verschafft uns etwas Zeit, denn es kann schon mal sein, dass Kind und Hund hinter uns stehen und die Schnäbelchen aufsperren 😉 😉 😉

Bevor ich nun zum Rezept übergehe, möchte ich noch ein Thema ansprechen, das vielen Eltern im Kopf herum schwebt, nämlich den Fuchsbandwurm. Uns wurde schon in der Kindheit beigebracht, nur keine Beeren im Wald zu sammeln, denn diese könnten den gefährlichen Fuchsbandwurm enthalten. Das Ganze hat sich etwas als Ammenmärchen herausgestellt. Der Parasit ist zwar gefährlich für den Menschen, eine Infektion durch Beeren aber sehr unwahrscheinlich. Größere Gefahr geht von Tieren aus bzw. die gefährdetste Gruppe sind tatsächlich Landwirte oder Pferdebesitzer, die Heu machen und den Parasit über die Lunge aufnehmen können. Ein Befall mit dem Fuchsbandwurm durch Beeren sammeln ist als höchst unwahrscheinlich. Statt aus Angst den Kindern und sich das Vergnügen zu verbieten, können auch einfach Stellen anvisiert werden, wo keine Tiere darüber laufen können. Ganz besonders das eigenständige Sammeln in der Natur macht Kinder nicht nur stolz und befriedigt ihre Instinkte sondern hilft ihnen auch sich in ihren Fähigkeiten zu erproben. Um an die stacheligen Beeren zu gelangen ist manchmal Einfallsreichtum gefragt 😉 Aufgaben wie diese eigenständig und ohne das Eingreifen der Eltern lösen zu können schenkt den Kinder ungemein an Selbstvertrauen und Kompetenz im Umgang mit sich und schwierigen Situationen. Daher möchte ich dich ermutigen dein Kind auch man an nieder gelegenen Stellen zugreifen zu lassen. So nun aber zum Rezept…

Rohvegane Brombeer-Kokos-Schnitten für erschöpfte Sammler

Für den Teig benötigst du:

  • 200g Kokosraspeln
  • 140g Cashewkerne
  • 140g weiche Datteln
  • 1 El Kokosöl
  • 1 Pr. Salz
  • 1 El Brennnesselsamen

Gib alle Zutaten in eine Küchenmaschine mit S-Messer und stelle einen krümeligen Teig her. Du merkst dass er fertig ist, wenn er zusammenklebt und die Datteln so klein sind, wie die Kokosraspeln. Die Hälfte davon gibst du in eine mit Backpapier belegte 15 x 20 cm Form und drückst mit der Hand den Boden fest und glatt zurecht.

Für die Füllung benötigst du

  • ca. 300g Brombeeren + etwa 2 handvoll
  • 4-5 Brennnesselspitzen (mit oder ohne Samen – am besten sind die jungen zarten)
  • 4 El Dattelpaste
  • 1/4 Tl gemahlene Flohsamenschalen
  • 5 Tr. ätherisches Orangenöl

Mixe alle Zutaten bis auf die 2 handvoll Brombeeren zu einem glatten Püree und verteile es auf dem Boden. Die übrigen Brombeeren kannst du gleichmäßig auf der Masse verteilen. Nun gib du die andere Hälfte des Teiges krümelig darüber un drücke es leicht an. Optimalerweise lässt du nun alles über Nacht im Kühlschrank ruhen. Mindestens aber für eine Stunde kalt stellen. Zum Servieren kannst du nun schmale Streifen schneiden und entweder Würfel oder Schnitten daraus machen. Wir brauchen es gar nicht so süß und lassen daher bei der Füllung die Dattelpaste einfach weg. Probiere hierfür einfach aus, wie süß du es gerne magst.

Tipp: Mit gekeimtem Buchweizen lassen sich daraus auch super Frühstückshappen für Unterwegs zubereiten. Halbiere hierfür einfach die Menge der Cashews und ersetze sie gegen gekeimten Buchweizen oder ähnliches. Für den Teig ist einfach nur wichtig, dass er von etwas Klebrigem zusammengehalten wird, daher kannst du ihn ganz frei und nach deinen Vorstellungen zusammenstellen. Das ist eine Eigenschaft der Rohkostküche, die ich so sehr liebe! Es gibt nicht das EINE Rezept und alles was gerade da ist findet seinen Einsatz.

Prinzipiell schauen wir immer, dass wir so wenig wie möglich zubereiten und die Sache so frisch wie nur möglich essen. Gerade Kinder gehen noch sehr intuitiv mit dem Thema Essen um und sind sehr puristisch wenn man sie lässt und ihnen ermöglicht sich in diesem Bereich auf ihr Gespür zu verlassen.

Viel Freude beim Sammeln, Zubereiten und Naschen 😉

PS: Falls du die Berryweek verfolgt hast und dir gefallen hat, was wir drei so fabriziert haben ( auf Instagram @natürliche_gesundheit & @vegane_zwergenmama) hinterlasse mir einen Kommentar, damit das alles etwas interaktiver und lebendiger wird. Ich freue mich immer über den Austausch mit Gleichgesinnten 🙂

Alles Liebe Kerstin

Posted in

Kerstin Müller

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