Natürliche Ernährung für Babys mit Rohkost und Wildkräutern

RohkostBaby

So langsam, wird es ernst und dein Kind möchte nun die Welt der Nahrungsmittel erkunden? Du frägst dich, was wohl am besten für dein Kind geeignet ist? Du bist auf der Suche nach lebendiger, vitaler Kindernahrung um dein Baby von Anfang an gesund zu erhalten? Dann ist der Artikel genau das Richtige für dich! 

Für mich war von Anfang an klar, dass ich so lange wie nur möglich voll stillen werde und wir danach auf gar keinen Fall auf Fertignahrung umsteigen werden. Wir möchten unseren Kindern von Anfang an eine vitale, lebendige und nährstoffreiche Nahrung zur Verfügung stellen. Gekaufte Gläschen waren also schon mal raus ;-). Zum einen natürlich wegen zahlreichen Gefahren, die industriell gefertigte Produkte mit sich bringen, wie häufige Rückrufaktionen beweisen. Zum Anderen sind wir der Überzeugung, dass ein stabiles Fundament für naturgesunde Kinder nur mit lebendiger Nahrung geschaffen werden kann! Da industrielle Babykost steril sein muss und dementsprechend hohen Temperaturen ausgesetzt ist, sind leider kaum noch nennenswerte Nährstoffe enthalten. Auch unser Gemüse ist auf Grund der ausgelaugten Böden an Nährstoffen verarmt. Wer nun noch aufwändig Brei kocht stellt seinem Kind weder wichtige Enzyme noch genügend Vitalstoffe zur Verfügung. Schon in diesem Alter wird der Grundstock für Gesundheit oder Krankheit gelegt.

Ein stabiles Fundament schaffen

Stillen ist ohne Zweifel die natürlichste und gesündeste Nahrung für unsere Kinder. Doch irgendwann kommt der Tag an dem die Kleinen beschließen groß zu werden und nach fester Nahrung verlangen. Das natürliche Abstillalter von uns Menschen liegt schätzungsweise zwischen 5 und 7 Jahren! Die Meisten stillen hierzulande jedoch etwa zwischen dem 6. und 12. Monat ab. Es ist also nur von Vorteil des Kindes so lang es geht zu stillen. Da ich im optimalen Fall vorhabe unseren Sohn so lange zu stillen wie er möchte, bin ich tatsächlich gespannt, wie lange das sein wird, denn das natürliche Abstillalter ist in unserer Gesellschaft alles andere als normal. Wie lange es tatsächlich für mich stimmig sein wird, werden wir noch sehen. Mindesten aber 2,5 Jahre habe ich mir fest vorgenommen, weil Kinder im 2. Lebensjahr durch die Muttermilch ähnlich wie beim Kolostrum, nochmals mit wichtigen Antikörpern versorgt werden, die meiner Meinung nach unerlässlich für ein gesundes Immunsystem sind.

Die ersten 1-2 Jahre wird auch die Darmflora des Kindes ausgebildet. Es ist also entscheidend, dass wir gerade in dieser wichtigen Zeit besonders darauf achten, was wir unseren Kleinsten zu essen geben! Leider ist die Industrie auch wenn es um unsere Kinder geht auf Profit und nicht auf Gesundheit ausgerichtet. So gibt es tatsächlich Gläschen ab dem 4. Monat die Fleisch enthalten wobei das Kind in diesem Alter das Protein noch gar nicht verdauen kann. Zudem befinden sich in tierischem Protein viele Schadstoffe, was auch biologisch erzeugte Produkte betrifft (mal ganz abgesehen von ethischen Gesichtspunkten). Es werden auch reichlich glutenhaltige Lebensmittel schon ab dem 6. Lebensmonat angeboten! Ein aktueller Trend ist die sogenannte „Dinkel-Falle“. Dinkel wird zwar von vielen besser vertragen als Weizen jedoch ist der Glutengehalt auch bei Dinkel sehr hoch und fördert Entzündungsprozesse im Körper, die wiederum auf Dauer chronische Erkrankungen begünstigen. Wie also anfangen?

Eine optimale Ernährung sieht für uns folgender maßen aus:

  • vitalstoffreich
  • glutenfrei
  • tierproteinfrei
  • hoher Grünanteil mit vielen Wildkräutern
  • möglichst regional und saisonal

 

Erste Beikost – geeignete Nahrungsmittel

In der Anfangszeit kam eine reine Breifütterung für mich nicht in Frage, da mir wichtig war, dass unser Sohn den Umgang mit den Nahrungsmittel richtig lernen kann. Brei ist denaturiert und nimmt den Kindern die Chance einzelne Lebensmittel richtig kennen lernen zu können. Unser Sohn hat schon mit 6 Monaten beschlossen die Welt der Nahrungsmittel zu erkunden und griff nach frischem Obst, das wir gegessen haben. Dieses durfte er unter Aufsicht ausgiebig erforschen. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit hat er gelernt mit diesen Obststücken äußerst kompetent umzugehen.

Folgendes reifes, weiches Obst haben wir angeboten:

  • Apfel
  • Birne
  • Kaki
  • Mango
  • Banane
  • Avokado
  • große, weiche Beeren

Nach etwa einem Monat haben wir uns dazu entschieden auch Brei mit Wildkräutern und Gemüse einzuführen. Zu diesem Zeitpunkt ist schon einiges an Essen im Magen gelandet und hinten stückig wieder raus gekommen. Damit er sein Essen besser verwerten kann und die Belastung so gering wie möglich ist, erschien uns Brei nun eine gute Zusatzmaßnahme zu sein. So bestanden unsere ersten Babybreie aus maximal 3 Zutaten – z.B. Apfel, Selleriegrün und Vogelmiere. Zwischen dem 7. und 8. Monat hat unser Sohn dann angefangen richtig nach Essen und Trinken zu verlangen. So haben wir ihm neben Obststücken, Brei und reinem Wasser auch frisch gepresste Gemüse-Säfte (stark verdünnt) und Kokosnusswasser angeboten. Da Babys gesunde und vollwertige Fette brauchen, haben wir Breien statt Beikostöl Avokado, Kokosmus und Hanfsamen hinzugefügt.

ÜBRIGENS: In Asien kommen junge Trinkkokosnüsse auch bei der Aufzucht von Babys zum Einsatz. So kann das Kokoswasser mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen sogar als Muttermilchersatz verwendet werden, was eine sehr interessante Alternative zu herkömmlichem Muttermilchersatz auf Kuhmilchbasis darstellt! Allerdings kann eine pflanzliche Milch nie den Bedürfnissen eines Menschen Babys gerecht werden. Ziegenmilch ist von ihrem Aufbau her relativ gut verträglich und könnte als Muttermilchersatz in Betracht gezogen werden. Sie sollte allerdings so frische wie möglich sein.

Wir haben unserem Sohn ab dem 8. Monat einen reichhaltigen Brei aus dem Fleisch und Wasser der Trinkkokosnuss zubereitet. Dieser sättigende Brei wurde schnell zu seinem und auch meinem Lieblingsrezept, denn aus dem Rest bereite ich mir häufig eine leckere Rohkostsuppe oder eine Schokopudding zu :-).

TIPP: Hier kannst du junge Trinkkosnüsse bestellen: www.drgoerg.com oder beim Tropenversand Orkos findest du zusätzlich auch tolle Ursorten an erntetreifem Obst mit ausgewogenem Zuckergehalt.

Erste Bekanntschaft mit Wildkräutern

Unserer Meinung nach ist es wichtig auch die Kleinen früh verschiedene Wildkräuter erkunden zu lassen. Wenn das Kind kompetent mit stückigem Obst umgehen kann spricht in der Regel auch nichts dagegen es frische Blätter erkunden zu lassen. Wir haben die Beobachtungen gemacht, dass die Kinder die Blätter in den Mund nehmen, erforschen und wieder ausspucken. Jedoch sollte man sie niemals unbeobachtet damit lassen!

Folgende Wildkräuter eigenen sich als Zugabe in Babybreien oder frischen Säften (je Saison)

  • Vogelmiere
  • Malve
  • Linde
  • Rapunzeln
  • Gänseblümchenrosetten
  • Süßgras (nur entsaftet)

Mehr über die Vorteile von Wildkräutern in der Ernährung kannst du in diesem Artikel lesen: Warum Wildkräuter auch für deine Gesundheit wichtig sind

Zubereitung von vitaler Babykost

Es braucht tatsächlich nicht viel um schnell gesunde Babynahrung herzustellen, nämlich einen kleinen leistungsstarken Mixer. Der Personal Blender hat sich in unserem Haushalt schon mehr als gelohnt. Gerade für kleine Mengen hat dieser kleine Mixer 10 voll Punkte verdient. Bei uns kommt er täglich für Dressings, für den Hund und jetzt auch für schnelle Babynahrung zum Einsatz. Aber auch im Urlaub ist er zu einem treuen Begleiter geworden. Morgens gibt es bei uns meistens Obst zum Frühstück. Wenn ich für alle etwas zubereite fülle ich den großen Behälter mit frischen Beeren und ein paar Wildkräuter und vermixe alles. Das bildet die Grundlage für unsere bunte Frühstücksschüssel und ergibt den Frühstücksbrei für unseren kleinen Sohn. Wir fügen uns dann noch weiteres Obst, Nüsse und Samen je nachdem was wir zuhause haben hinzu. So einfach und vor allem schnell kann eine vitale Ernährung für die ganze Familie sein 🙂

Nun hast du einen Einblick bekommen wie wir das mit der Babynahrung handhaben. Unser Sohn ist hierbei richtungsweisend und weis immer am besten was gut für ihn ist! Wie gestaltest du die Ernährung deiner Kinder? Erzähle mir davon oder poste dein Liebsligs-Kinderrezept in der Kommentarbox! Wenn dir der Artikel gefallen hat, teile ihn und unterstütze mich bei meiner Arbeit.

Alles liebe Kerstin

Posted in

Kerstin Müller

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hinweis zum Datenschutz: Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse und mein Name gespeichert werden, damit ich einen Kommentar zu diesem Blogartikel abgeben kann. Meine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Meine IP-Adresse wird nicht gespeichert. Die Daten werden über eine verschlüsselte Verbindung übertragen und sind sicher. Ich stimme dieser Regelung und den → Datenschutzbedingungen zu.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden