Lindeneis – Vitalkost einfach, lecker und gesund

Lindeneis

Heute möchte ich dir eines unserer liebsten Vitalkostrezepte bei sommerlichen Temperaturen vorstellen. Mit nur wenigen Zutaten kannst du dir im Handumdrehen ein super leckeres Rohkosteis aus essbaren Wildpflanzen und gefrorenen Früchten zubereiten.

Was macht die Linde so besonders?

Die Linde ist eine meiner Lieblingspflanzen. Dieser Baum spendet mir Schutz und Kraft. Daher verwende ich Lindenblätter auch sehr gerne in meiner Ernährung. Schauen wir uns einmal an, warum ich sie so sehr schätze.

Die Linde enthält reichlich Schleimstoffe. Diese legen sich wie ein schützender Film um die Magen- und Darmwand. Schleimstoffe sind von der Natur her dafür gedacht reizende Stoffe einzuhüllen um sie besser abtransportieren  zu können. Somit verwende ich schleimstoffhaltige Pflanzen immer gerne da, wo es darum geht Reize zu mildern. Unsere Verdauung hat immer viel zu tun und ist im Alltag oftmals vielem ausgesetzt, was ihr zu schaffen macht. Da die Linde sehr mild im Geschmack ist und wenig bis kaum reizende sekundäre Pflanzenstoffe enthält, können wir sie häufig in unsere Ernährung integrieren. Ich bin kein Freund davon täglich immer die selben Wildpflanzen vom selben Standort zu nutzen aber wenn du dein Baum gefunden hast, spricht nichts dagegen mehrmals in der Woche davon zu essen. Achte hierbei bitte auf einen respektvollen Umgang mit der Natur und ernte nur das, was du tatsächlich auf einmal essen kannst, ohne dass es der Pflanze schadet!

Was ist essbar von der Linde?

Zarte junge Lindenblätter sind an leckersten. Vor allem die reichhaltigen noch gefalteten jungen Triebe (siehe Bild). Du wirst feststellen, wenn du die Blätter lange kaust, dass es immer mehr wird im Mund. Das sind die Schleimstoffe, sie werden auch ganz süß, was auf einen hohen Kohlenhydratgehalt vermuten lässt. Lindenblätter machen somit satt und zufrieden. Ebenso kannst du die Blütenknospen und Blüten essen. Ich liebe sie zum aromatisieren von Limonaden oder Kräuterwässern. Die Sammelperiode der Blüten ist recht kurz daher musst du schnell sein, wenn du in diesen herrlich Genuss kommen möchtest. Aktuell sind die Samenkapseln noch jung (siehe Video). In einem frühen Stadium kannst du sie komplett als Snack knabbern oder milchsauer einlegen. Hierzu müssen sie aber noch weich sein! Die reifen Samen kannst du schälen und ebenfalls essen. Du siehst also, dass uns die Linde vom Frühjahr bis in den Herbst hinein mit ihren absolut leckeren Pflanzenteilen versorgt und nährt. Daher begegne ich ihr immer mit tiefem Respekt und absoluter Dankbarkeit!

Lindeneis, so macht Vitalkost spaß – rohköstlich, vegan, nuss- und glutenfrei

Du benötigst nicht viel um dieses wirklich leckere und gesunde Eis zu zaubern. Um einen Hochleistungsmixer kommst du allerdings nicht herum ;-). Als Basis eignen sich farblich passende gefrorene Früchte. Ananas, Banane, Mango, Cherimoya, Kiwi…. – alles ist möglich. Vom Mundgefühl her mag ich sehr gerne cremige Früchte wie Banane und Mango. Probiere einfach aus, was dir am besten schmeckt und du Zuhause hast. Wenn du die meisten Vorteile für deine Gesundheit herausholen möchtest, achte darauf eher ursprüngliche und vor allem sehr reife Obstsorten zu verwenden. Ursprüngliche Sorten haben nicht so einen hohen Fruchtzuckergehalt und einige davon enthalten eher Trauben- statt Fruchtzucker welcher nicht über die Leber verstoffwechselt werden muss und somit den Organismus weniger belastet und dadurch für ein ausgeglicheneres Körpergefühl sorgt. Einige Onlineanbieter wie z.B. Orkos bieten herrliche Bananensorten an und alle dort erhältlichen Früchte werden reif geerntet. Da können die Lebensmittel aus dem Supermarkt nicht mithalten. Das Ganze hat natürlich seinen Preis.

Für 2-3 Portionen benötigst du folgendes:

  • ca. 3/4 Mixbehälter Lindenblätter (lose reingelegt + evtl. etwas Wasser zum vormixen)
  • 2-3 gefrorene Banae
  • ca.1/2 gefrorene Mango
  • 1 El Baobab
  • 2-3 Tropfen ätherisches Limettenöl

Wichtig ist, dass du für dieses Rezept keine genauen Mengenangaben benötigst. Nimm einfach mehr oder weniger Blätter bzw. Früchte. Es kann nichts schief gehen und du kannst es nach deinem Geschmack abschmecken. Wenn du es etwas z.B. etwas säuerlicher möchtest, kannst du entweder mehr Baobab oder noch den Saft einer halben Zitrone hinzu geben. Die meisten haben einen großen Mixbehälter, danach habe ich es bemessen. Ich benutze für so kleinere Mengen wie hier, den kleinen Mixbehäter von Vitamix (0,9L ) und mache ihn voll mit Blättern. Erst dann gebe ich die Früchte drauf.

Es gibt 2 Varianten der Zubereitung. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, damit sich die Blätter schön gleichmäßig vermixen lassen, dann mixe die Blätter mit ganz wenig Wasser (am besten Eiswasser) vor damit die Blätter schön „SMOOTH“ werden. Wenn du Wasser verwendest wird deine Eiscreme nicht ganz so fest. Da die Schleimstoffe in Kombination mit dem Baobab aber wirklich sehr cremig werden ist es kein Problem die Blätter vorzumixen. Du kannst aber auch alles in einem Gang pürieren und auf die Blätter die gefroren Früchte geben und dann mit dem Stößel alles zu einer cremigen Masse pürieren. Probiere einfach aus, was dir besser liegt. ich machen das immer je nach Lust und Laune ;-). Zusammengafasst heißt das. Alle Zutaten in den Mixer und zu einer cremigen Masse pürieren – fertig!

 

 

Fazit: Rohköstliches Eis geht schnell, ist lecker und gesund. Vor allem Kinder lassen sich dafür begeistern und ihr natürliches Geschmacksempfinden wird dadurch gefördert. Ganz ohne tierische Produkte oder Nussmus kann man auch mit Wildpflanzen eine herrlich cremige Konsistenz herstellen, die nichts vermissen lässt. Das Eis gabs im Anschluss an die Foto- und Videosaison für meine Mutter, mein Sohn und mich und sie meinte dazu

„Hätte nicht gedacht,dass ich mal Baumblätter in einem Eis esse und es mir auch noch so gut schmeckt“ 🙂

 

Lass es dir und deiner Familie ebenfalls schmecken und berichte mir von deinen liebsten Einskreationen!!!

Alles Liebe Kerstin

 

 

 

Posted in

Kerstin Müller

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