Fermentierte Gurken mit würzigen Wildkräutern

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Das Fermentieren von Lebensmittel ist für mich schon länger ein wichtiges Thema. Seid meine Darmflora vor einigen Jahren durch häufige Einnahme von Antibiotika zerstört wurde, habe ich Probleme mit meiner Haut. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Juckreiz, unreine und trockene Stellen treten immer wieder auf. Was das angeht bin ich kein Einzelfall. Eine gestörte Darmflora haben mittlerweile aufgrund belastender Essgewohnheiten und häufigen Medikamentengaben sehr viele Menschen.

Früher war es ganz normal sich in der Apotheke „Natur“ zu bedienen und fermentierte Lebensmittel zu essen. Heute schlucken wir Pille gegen jedes Wehwehchen und waschen und schrubben unser Essen mehr als genau um ja keine Keime zu uns zu nehmen. Leider verwehren wir uns damit auch die gesunden Bakterien, die unsere Darmflora dringend benötigt. Eine ballaststoffarme und zuckerreiche Ernährung besiegelt dann das Schicksal der „guten“ Bakterien, indem sie einfach schlichtweg verhungern oder durch krankmachende Bakterie vertrieben werden. Kurz gesagt: Uns fehlen die lebenden guten Bakterien und Enzyme in unserem Essen und das schwächt die Darmflora enorm!

Das Fermentieren von Lebensmitteln ist eine der ältesten Konservierungsmethoden überhaupt und fördert zudem die Bildung von den wichtigen Mikroorganismen, die wir für unsere Gesundheit benötigen. Die Verdaulichkeit von vielen Lebensmitteln wird verbessert und deren Nährstoffgehalt sogar gesteigert. Zusammen mit Wildkräutern, die über eine natürliche Besiedelung dieser Mikroorganismen verfügen lassen sich mittels Fermentation also richtig hochwertige Lebensmittel herstellen und haltbar machen.

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Nun zum Rezept:

  • 1-2 Gurken je nach Größe
  • 1 Teelöffel Senfkörner
  • 1 Zweig Würzfenchel
  • 1 Zweig Dost (oder Oregano, gerne auch mit Blüte)
  • 2 kleine Zweige Quendel (oder Thymian, gerne auch mit Blüte)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 40 g unraffiniertes Meersalz
  • ein 1-Liter-Glas

Gurken und Knoblauchzehe säubern und in Scheiben oder Stücke schneiden. Wer hat, kann das Rezept auch mit kleinen Einlegegurken machen. Die Kräuter zusammen mit den Gurken ins Glas schichten. Das Salz für die Lake im Wasser auflösen und das Glas damit auffüllen. Die Gurken mit einem Gewicht beschweren und das Glas locker mit dem Deckel oder einem Tuch verschließen.

Bei Zimmertemperatur 4 bis 5 Tage fermentieren lassen und dann kalt stellen um den Prozess zu stoppen. Die Gurken sind so einige Monate haltbar und schmecken wie saure Gurken, nur ohne einkochen!

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Tipp: Stelle das Glas am besten in eine Schale, falls Flüssigkeit austreten sollte. Das kann bei Fermentationsprozessen vorkommen und ist nicht weiter schlimm. Experimentiere ruhig mit verschiedenen Wildkräutern herum. Gefällt dir ein Geschmack, füge etwas von dem Kraut hinzu. Doldenblütler passen sehr gut zu solchen Rezepten. Blätter und Blüten der Pastinake beispielsweise haben auch einen tollen Geschmack!

Fermentierte Lebensmittel sollten zu Beginn eher sparsam dosiert gegessen werden, bis sich dein Körper daran gewöhnt hat. Diese Gurken kannst du einfach so zwischendurch kanbbern oder wie Essiggurken als Beilage zu diversen Speisen essen.

Auf eine gesunde Darmflora 🙂

Alles Liebe

Kerstin

 

 

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Kerstin Müller

2 Kommentare

  • Da werde ich mich noch dies Wochenende ran machen, denn eigene Gurken habe ich reichlich und fürs Fermentieren habe ich eh was übrig, seitdem ich letzten Winter mein erstes Sauerkraut gemacht habe, es war köstlich!!! Die Möhren waren dann nicht ganz so toll, aber man braucht da einfach auch etwas Übung.
    Lieben Gruß MArlies

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  • Ja mit den Möhren hatte ich geschmacklich auch noch keinen Erfolg aber die Kohlrabi schmecken dafür umso besser. Aber hast recht es erfodert echt etwas Geduld mit dem Fermentieren bis man den dreh raus hat. Übung macht den Meister 🙂

    Antworten

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