Aromatisierte Rohkostschokolade selbst gemacht

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Ich kann es gar nicht oft genug betonen wie sehr ich Schokolade liebe! Als Schoko-Junkie bin ich froh, dass ich industrielle Schokolade gegen eine wirklich befriedigende und unglaublich leckere Variante getauscht habe. Wie du dir gesunde Rohkostschokolade selbst herstellen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Was macht Schokolade eigentlich so besonders?

Schokolade wird als die Nervennahrung Nr. 1 beschrieben. In stressigen Zeiten oder bei Liebeskummer, greifen viele intuitiv zur Schokolade. Das hat auch einen Grund, denn unser Körper wünscht sich in solchen Situationen Hilfe und verlangt nach bestimmten Stoffen, die z.B. unseren stressbedingten erhöhten Bedarf decken, unsere Stimmung steigern und die Nerven beruhigen. Ebenso brauchen wir in „Not“ Zeiten eine klaren wachen Geist….tja und was soll ich sagen, die Kakaobohne ist ein wahres Allroundtalent und kann uns hier tatsächlich behilflich sein. Herkömmliche Schokolade kann diese Bedürfnisse nur leider nicht decken. Selbst gemachte Rohkostschokolade aus hochwertigen Zutaten hingegen schon! Was die Kakaobohne drauf hat, sehn wir uns am besten mal an bevor wir zum praktischen und leckeren Teil des Artikels kommen.

Die Kakaobohne, eine Allroundtalent

Die liebe Kakaobohne, sie ist umgeben von vielen Riten und Mythen. In Südamerika wird die Kakaobohne schon immer hoch geschätzt und nahm in der Mayakultur einen wichtigen Platz ein. Sie wurde sogar als Währung benutzt. Für Ur-Schokolade wurde nach einem alt-indianischen Rezept die Kakaobohnen in der Sonne fermentiert, anschließend auf einem Mahlstein gemahlen und mit Maismehl, Gewürzen und Wasser aufgelöst. Diese Ursprüngliche Schokolade wurde zur Steigerung des Immunsystems und als Aphrodisiakum eingesetzt. Ebenso kam sie in gemeinschaftlichen Sitzungen und Verhandlungen zum Einsatz, wenn ein wacher und klarer Geist gefordert war. Sogar die aztekischen Prostituierten wurden mit diesem Kakaogetränk oder den ganzen Kakao Bohnen bezahlt. Die anregende, euphorisierende Wirkung von Kakao wird heute dem erhaltenen Theobromin, Coffein und Phenylethylamin zugeschrieben. Die Kakaobohne ist ein wahres Wunderwerk an Inhaltsstoffen – unter anderem einige, die unser Nervenkostüm beruhigen und harmonisieren. Hierzu zählen vor allem Magnesium, reichlich sekundäre Pflanzenstoffe und das bereits erwähnte Phenylethylamin, welches ein richtiges „Gefühls-High“ auslösen kann. Aber auch Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin sorgen für richtig gute Laune.

Aufgrund der Inhaltsstoffe werden der Kakaobohne folgende Wirkungen zugeschrieben:

  • anregend und konzentrationsfördernd
  • stimmungsaufhellend
  • euphorisierend
  • stark antioxidativ
  • aphrodisierend
  • entspannend und Schlaffördernd
  • ausgleichend

Ein echtes Allroundtalent eben und damit wir nun auch den vollen Nutzen aus der wertvollen Kakaobohne ziehen können und ein gutes Nervenfutter parat haben, möchte ich hier noch ein Thema ansprechen, welches mir in Sachen Ernährung sehr am Herzen liegt. Die Qualität, genauer gesagt das Thema der Rohkostqualität.

Warum eigentlich Rohkost?

Wenn es um Qualität geht steht in Sachen Ernährung fest, frisch muss es sein und frei von belastenden Giftstoffen. Glücklicherweise hat sich bereits eine große Bewegung herauskristallisiert, die für sich genau diese Werte anstrebt und der Markt bietet mittlerweile eine große Fülle an Produkten in Rohkostqualität an. Die Rohkostbewegung setzt auf frische und nahrhafte Lebensmittel und verzichtet auf stark verarbeite Nahrungsmittel. Das Leben spielt sich unter 42 Grad Celsius ab. Das lässt sich am Beispiel von Fieber gut sehen. Lebensmittel in Rohkostqualität werden nicht über 42 Grad Celsius erhitzt und enthaltenen somit noch eine große Menge an Enzymen, Vitaminen und anderen bioaktiven Stoffen, die für unsere Gesundheit sehr wichtig sind.

Gewöhnlicher Kakao, der im Laden erhältlich ist, wurde mit ziemlicher Sicherheit hoch erhitzt und hat mehrere Produktionsschritte durchlaufen, die zur Minderung seiner Qualität beigetragen haben. Zum Glück gibt es auch Kakao in Rohkostqualität sowie ganze geschälte Kakaobohnen in gut sortierten Bioläden oder Onlineshops. Du wirst schnell merken, dass deine Schokoladen Gelüste mit nur 1-2 Kakaobohnen vollständig gestillt werden können. Ganze Tafeln sind also schnell Geschichte, wenn du auf wertvollen und hochwertigen Inhalt setzt.

Nun aber zum Rezept. Hier möchte ich dir ein Basis Rezept an die Hand geben, das du sehr vielfältig variieren kannst

Mandel- Spirulina Schokolade mit Rosinen und Black Pepper aromatisiert

Basis Rezept Rohkostschokolade

  • 150g aktivierte Mandel (über Nacht in Wasser eingeweicht und rückgetrocknet)
  • 100g Kakaobutter
  • 50g rohes Kakaopulver
  • 50g Mandelmus
  • 80g Datteln
  • bei Bedarf zusätzlich 1-2 El Kokosblütensirup
  • 1 Tl bis 1 El Superfood (z.B. Probiotika, Spirulina, Chlorella, Brennnesselsamen, Maca, Mesquite, Chiasamen, Basilikumsamen, Kakaonips, getr. Früchte etc.)
  • 1 Pr. Salz
  • etwas Vanille (optional)

Die Kakaobutter bei niedriger Temperatur schmelzen. Datteln und Madeln in der Küchenmaschine krümelig schreddern. Die restlichen Zutaten zur geschmolzenen Kakaobutter geben und alles mit einem Kochlöffel glatt rühren. Bevor du deine Schokolade auf ein Backpapier oder in eine Form gibst, kannst du sie noch zu etwas ganz besonderem machen und mit ätherischen Ölen von doTerra aromatisieren.

Schokolade aromatisieren und zu etwas besonderem machen

Zum aromatisieren gibt es nichts besseres als die ätherischen Öle von doTerra. Ätherische Öle verleihen unserem Essen nicht nur einen wundervollen Geschmack und Geruch sondern potenzieren es um ein Vielfaches. Sie sind reich an Antioxidantien und zahlreichen gesundheitsförderlichen Stoffen. Ätherischen Öle zählen zu den Geschenken der Natur, die Körper, Seele und Geist in Harmonie bringen und Nahrungsaufnahme zu einem Hochgenuss machen. Essen, welches mit ätherischen Ölen angereichert wurde ist richtiges Powerfood und steht bei uns täglich auf dem Speiseplan.

Alle ätherischen Öle die zum inneren Gebrauch zugelassen sind, kannst du theoretisch verwenden. Natürlich gibt es Öle, die sich besonders zur Verwendung in der Küche eignen und andere die sich kulinarisch nicht so gut einfügen.

Diese Öle aus dem Regelsortiment von doTerra verwende ich gerne für Schokolade

  • Basil, Bergamot, Black Pepper
  • Cardamom, Cassia, Cinnamon, Clove, Coriander
  • Ginger, Grapefruit, Green Manderin,
  • Lavender, Lemon, Lemongrass, Lime,
  • Melissa,
  • Peppermint, Pink Pepper,
  • Spearmint,
  • Tangerine, Thyme, Tumeric,
  • Wild Orange
  • Ylang Ylang

Hier kommen ein paar Kombinationsidee für dich:

Gib zum Basisrezept einfach weitere Zutaten hinzu, verwendne ein Superfood deiner Wahl oder tausche es gegen Trockenfrüchte aus

  • Basisrezept mit Hanfsamen statt den Mandeln + getrockneten Erdbeere – aromatisiert mit Lime oder Black Pepper
  • Basisrezept + getrockneten Kirschen, etwas Chili – aromatisiert mit Cinnamon
  • Basisrezept + getrocknete RosenBlüten statt Superfood – aromatisiert mit Rosenöl
  • Basisrezept ohne Kakao + getrocknete Holunderblüten statt Superfood – aromatisiert mit Lime oder Grapefruit
  • Basisrezept + 1 handvoll grüne Rosinen – aromatisiert mit Cardamom und Coriander
  • Alle Zitrusöle harmonieren gut mit dem Basisrezept. Es lassen sich aber auch mit Peppermint oder Lavendel oder YlangYlang und Bergamot spannende Ergebnisse erzielen

Die Menge machts – Dosierung ist etwas ganz individuelles

Zur Dosierung von ätherischen Öle in Gerichten äußere ich mich nicht gerne, denn es ist Geschmackssache wie viel jemand davon schmecken mag und gut verträgt. Als Fausregel lässt sich aber sagen, dass Öle, die aus ergiebigen Quelle gewonnen werden wie z.B. Zitrusöle in größeren Dosen verwendet werden können als Öle, die aus weniger ergiebigen Quellen wie z.B. Blüten oder Hölzern stammen. Probiere hier also am besten aus und mache deine eigenen Erfahrungen. Fange im Zweifel immer mit der Zahnstochermethode an und taste dich langsam an ganze Tropfen heran.

Hier noch ein kleiner Tipp am Rande:

Wer für seine kleinen Kinder gesunde Schokolade herstellen möchte, kann statt rohem Kakao auch auf Carob zurück greifen. Ich bezeichne ihn gerne als „Kinderkakao“. Er ist milder und hat nicht so stark anregende Inhaltsstoffe, besitzt aber auch einen hohen Nährstoffgehalt und wird als Superfood bezeichnet. Als ich klein war und wir in Spanien gewohnt haben, habe ich es geliebt frische Schoten des „Affenbrotbaumes“ einfach so zu knabbern.

So, nun wünsche ich dir viel Freude beim Ausprobieren und würde mich sehr über dein Feedback freuen. Hinterlasse mir gernen eine Kommentar, denn mich interessiert welche Schokovarianten dein Herz höher schlagen lassen.

Alles Liebe Kerstin

Kerstin Müller

2 Kommentare

  • Hallo Kerstin,
    ich würde gerne das Schokoladenrezept ausprobieren.
    Im Rezept ist keine Mengenangabe für den Rohkakao. Kannst du mir diese bitte mitteilen.
    Vielen Dank
    Martina

    Antworten
    • Vielen Dank liebe Martina für deinen Hinweis, das wäre mir gar nicht mehr aufgefallen. Das ist ja typisch… ein Kakaoartikel ohne Kakao in der Schokolade 😉 wo gibt es denn sowas! Habe es im Rezept aktualisiert. Lass es dir schmecken. Alles Liebe Kerstin

      Antworten

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