Die drei wichtigsten Heilpflanzen für dein Herz

Heilpraktikerin Vera Weinert Pflugbeil hält in diesem wunderbaren Gastartikel Tipps und Tricks für dich bereit, wie du dein Herz vor allem jetzt im Juni pflegen und gesund erhalten kannst. Lerne die 3 wichtigsten Heilpflanzen für dein Herz und deren Verwendung kennen.

Der Juni ist in der chinesischen Organuhr die Zeit des Herzens. Über unser Herz machen wir uns meistens wenig Gedanken. Allein die vielen Redewendungen zeigen jedoch, dass es seit jeher als Sitz der Seele und Quelle der Emotionen gilt. Es rutscht einem vielleicht in die Hose, oder man gibt von Herzen. Das Herz kann einem vor Freude hüpfen, aber auch schwer sein – oder gar gebrochen werden. Unser Gefühlsleben ist unglaublich eng mit der Tätigkeit des Herzens verbunden. Du merkst es vielleicht, wenn es Dir vor Aufregung bis zum Hals klopft.

Das Herz versieht seinen Dienst tagein, tagaus. So pumpt es täglich etwa hunderttausendmal und bewegt so ein Blutvolumen von zirka neun Tonnen durch den Körper. Dieses fleißige Organ hat unsererseits also einige Aufmerksamkeit verdient. Es sollte gepflegt werden, bevor es aus dem Takt kommt.

Nachfolgend möchte ich drei Heilpflanzen vorstellen, die in Bezug auf das Herz von großer Bedeutung sind:

1.) Weißdorn – der Allrounder

Weißdorn oder auch Hagedorn genannt, wurde früher um die Felder oder die Siedlung gepflanzt (den Hag). Er ist eine Pflanze des Schutzes und der Abgrenzung. Heute kann er unser Herz bei Stress und seinen Folgen unterstützen. Der Weißdorn vermittelt uns dabei den Impuls, der weisen Führung unseres Herzens wieder zu vertrauen. Er stärkt uns bei der Abgrenzung, in dem wir zum Beispiel auch mal nein sagen. Seelisch bedingte Druck- und Engegefühle im Herzen kann er lösen. Bei nachlassender Herztätigkeit kann Weißdorn auch langzeitig eingenommen werden. Er stärkt den Herzmuskel, wirkt rhythmusstabilisierend und verbessert die Arbeitsleistung des Herzens. Alle Teile des Weißdorns – Blüte, Blätter und Beeren – sind heilkräftig. Du kannst sie als Tee oder auch als Tinktur zu Dir nehmen (beispielsweise Crataegus Urtinktur von Ceres).

Sammeltipp: Die beste Sammelzeit beginnt ab etwa Mai bis Juni. Möchtest du für deine eigenen Teevorrat sorgen, dann ist der geeignete Sammelzeitpunkt, wenn der Großteil der Blüten noch fast geschlossen ist. Also wenn die Blüten gerade beginnen sich zu öffnen! Hierzu sammelst du am besten die obersten Blütenknospen mit Blättern. Im Herbst reifen die Früchte und lassen sich ebenfalls für Tees, Desserts und Co. verwenden

2.) Melisse – die Herzensgute

Schon Hildegard von Bingen schrieb über die Melisse mit ihren herzförmigen Blättern, dass diese das Herz fröhlich mache. Allein schon der intensive, zitronige Duft stimmt zuversichtlich. Die Melisse hat ein sanftes, ausgleichendes Wesen. Sie wirkt entkrampfend und beruhigend und ist in der Lage, den Puls zu senken. Sehr interessant ist auch ihre starke Wirkungen gegen Viren. Du kannst Melisse als Tee trinken, einzeln oder mit anderen Kräutern. Auch kannst Du einen Zweig frische Melisse in einen Krug mit kaltem Wasser geben mit einer Scheibe Zitrone dazu. Um von ihrer Wirkung zu profitieren, solltest Du das Ganze einige Stunden ziehen lassen. Ätherisches Melissen-Öl ist sehr kostbar und sehr wirksam. Bei seelischer Erschöpfung wirkt das Öl sanft anregend, bei aufregenden Situationen beruhigend.

 3.) Rose – Die Blume des Herzens

 Das ätherische Öl der Rose ist wie kaum ein zweiter Duft ganz eng mit dem Herzen verbunden. Sowohl die Rose, als auch das Herz sind beides Symbole der Liebe. Das ätherische Rosen-Öl wirkt ausgleichend und harmonisierend. Es hilft innere Verhärtungen zu lösen und das Herz zu öffnen. Rosen-Öl ist ein kostbares und sehr komplexes Öl mit über vierhundert – zum Teil noch unerforschten – Inhaltsstoffen.

Sammeltipp: Du kannst die Blütenblätter der Rose vielseitig in deinen Alltag integrieren! Trockne sie und stelle verschieden Tees und Gewürzmischungen her, bade darin oder stelle dir ein Pflegeöl daraus her und vor allem esse sie solang sie frisch sind, sie schmecken einfach herrlich! Probiere hierzu auch diesen Smoothie

Herzsalbe: (nach Ruth von Braunschweig)

Abschließend möchte ich Dir ein schönes Rezept für eine Herzsalbe, mit der Du Dir nach Bedarf den Herzbereich einreiben kannst, buchstäblich ans Herz legen. Sie hilft bei unbestimmten Herzbeschwerden und kann ein trauriges Herz wieder öffnen.

im Wasserbad (nicht über 60 Grad) schmelzen. Leicht abkühlen lassen und

einrühren und in ein sauberes, mit Alkohol gereinigtes Töpfchen oder ausgekochtes Schraubglas geben. Im Kühlschrank aufbewahrt, hält diese Salbe ca. zwölf Wochen. Die benötigte Menge am Besten mit einem sauberen Spatel oder kleinem Löffel entnehmen, um Verkeimung zu verhindern.

Für unser taktgebendes Organ ist ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus, sowie das Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung von großer Bedeutung. Maßvolles Herz-Kreislauf-Training, Yoga, Tai Chi, und Meditation sind Balsam für unser Herz. Mit einer Ernährung reich an frischem Obst und Gemüse sowie reduziertem Zucker-, Fett- und Fleischkonsum können wir außerdem eine Menge tun.

Das Herz als Sitz von Liebe und Mitgefühl kann auch unser Kompass sein. Es weiß oft schneller als der Verstand, welchen Weg wir einschlagen sollten.

In diesem Sinne: Folge Deinem Herzen!

Vera Weinert-Pflugbeil

Noch ein paar Worte zum Schluss…

ich danke Vera für diesen tollen und spannenden Artikel. Ich kann dich nur ermuntern raus in die Natur zu gehen, dir deine Herzenspflanzen selbst zu sammeln und dir deine persönlichen Sachen daraus herzu stellen. Allein die Energie, die du da hinein gibst, wird deinem Herzen Freude bereiten und neben den tolle Inhaltstoffe viel für deine Gesundheit tun!!!

Alles Liebe Kerstin

 

Über Vera

Vera Weinert-Pflugbeil ist seit 2014 Heilpraktikerin mit dem Schwerpunkt Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Sie ist Mutter von drei Kindern und bloggt leidenschaftlich gerne auf Instagram unter dem Namen @krauthexe. Demnächst soll die Krauthexe (www.krauthexe.com) auch als Blog online gehen. Neben Informationen zur Pflanzenheilkunde und ganzheitlichen Gesundheit, gibt sie dort auch praktische Anwendungstipps. Gemeinsam mit anderen Heilberuflern hat sie 2016 das Netzwerk „Ganzheitlich Gesund Rhein-Sieg“ (www.ganzheitlich-rhein-sieg.de) gegründet, um das Wissen über alternative Heilmethoden mit Interessierten zu teilen.


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